Pressemeldungen ALTDEUTSCHE MALEREI IN DEN NEUEN SÄLEN IN DER ALTEN PINAKOTHEK Auch Alte Meister brauchen von Zeit zu Zeit eine
Auffrischung der sie beherbergenden vier Wände – rechtzeitig zum
Frühjahrsbeginn strahlt die Alte Pinakothek München im neuen Glanz und wartet
mit überraschenden architektonischen Lösungen auf um die Sammlung altdeutscher
Künstler wieder vollständig in neu geschaffenen Sälen präsentieren zu können.
Bereits zu Ostern erfreuten Cranach,
Holbein, Burgkmair, Pacher und Baldung Grien die Besucher und Freunde der Alten
Pinakothek in aller Vollständigkeit. Die Schätze der Altdeutschen Malerei
finden sich jetzt im Westtrakt des Klenze-Baus. Mit der aufwendigen
Neueinrichtung der Erdgeschossräume der Alten Pinakothek haben die Altdeutschen
Meisterwerke eine neue Heimat gefunden.
Im
großen Mittelsaal XII, bekannt von den Ausstellungen über Leonardo und Murillo, wurde eine
überraschende architektonische Lösung gefunden, die das Herzstück der neuen
Einrichtung aufnimmt: den Südtirol-Saal mit dem Kirchenväteraltar und weiteren
Werken Michael Pachers. In neu geschaffenen intimeren Raumeinheiten finden die
überwiegend kleinerformatigen Gemälde von Hans Baldung, Lucas Cranach d. Ä.,
Martin Schaffner und Bernhard Strigel ihren Platz. Einige Gemälde des berühmten
Historienzyklus Herzog Wilhelms IV. sind hier ausgestellt. Prachtvolle
Einzelwerke feiern die Landschafts- und Farbenkunst der so genannten
Donauschule, die im Obergeschoss der Alten Pinakothek in den Werken Altdorfers
ihren Höhepunkt findet. Der Bayern-Schwaben-Saal XI zeigt die monumentalen Altäre Martin Schaffners und Hans Holbeins d. Ä. aus Wettenhausen und Kaisheim, präsentiert gleichzeitig ein halbes Jahrhundert bayerischer Malerei zwischen Gabriel Angler und Jan Polack.Der Augsburg-Saal XIII, der auch dem Hofer Altar Hans Pleydenwurffs und einzelnen Werken Lukas Cranachs d. Ä. Raum bietet, zeigt das anrührende Bildnis Konrad Rehlingers mit seinen acht Kindern (1517) von Bernhard Strigel. Dieses einfühlsame Gruppenporträt stellt das früheste ganzfigurige bürgerliche Bildnis in der deutschen Malerei dar. Der Augsburg-Saal XIII zeigt darüberhinaus prachtvolle Altarretabeln von Hans Burgkmair. Nur für kurze Zeit ist hier auch Lucas Cranachs d. Ä. »Zug durchs Rote Meer (Untergang des Pharao)« aus dem Jahr 1530 ausgestellt, eines der seltenen alttestamentarischen Werke in der Altdeutschen Kunst. Das Bild ist nach seiner durch die Hypo-Kulturstiftung im Jahr 2005 ermöglichten Restaurierung zum ersten Mal seit 75 Jahren wieder in der Alten Pinakothek zu sehen! Vor fast drei Jahren mussten die mehr als 120 Gemälde von Pacher und Polack, Cranach, Baldung, Holbein und Burgkmair dem neuen Ausstellungsbereich am Klenzeportal im Ostriegel des Gebäudes weichen; sie kamen ins Depot. Im neu einzurichtenden Westtrakt waren in der Zwischenzeit Fenster zuzusetzen, Wände zu bauen und die technische Einrichtung der Säle musste auf den neuesten Stand gebracht werden. Mit der Neueinrichtung der Erdgeschossräume im Westtrakt hat die Altdeutsche Malerei nun wieder auf Dauer ein neues Domizil gefunden. Alle Gemälde sind in dem neuen Katalog »Altdeutsche und Altniederländische Malerei« beschrieben und erstmals mit den normalerweise nicht sichtbaren Tafelrückseiten – sofern diese bemalt sind – farbig abgebildet (29,80 €). Ständige Ausstellung Alte Pinakothek | Erdgeschoss West, Saal XI bis XIII. Zugang über den
Museumsshop oder durch die Brueghel-Kabinette. |
Barer Str. 29 | 80799 München | Tel. 089 23805-0 Öffnungszeiten täglich außer Mo 10.00 - 18.00 | DI
10.00 - 20.00 Eintritt € 5,50 Euro | Sonntagseintritt 1 Euro |
Jahreskarte für die drei Pinakotheken € 70,-
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