Pressemeldungen Antike Fresken im Umland München Die Gebrüder Asam in Freising
[Antike Kunst |Antik-Guide München] Die bedeutendsten Freskenmaler Bayerns, die Brüder Asam, wirkten auch in Freising. Antik-Guide-Lesern bereits aus dem Artikel über die Klosterkirche Fürstenfeld ein Begriff, erhalten Münchner nun die Gelegenheit auch im nahen Freising einige dieser antiken Fresken anzuschauen, die als Pendant zur prachtvollen Opulenz der Antiquitäten und höfischen Möbel aus Bayern damaliger Zeit zu sehen sind. An kunsthistorischen Themen und Antiquitäten Interessierte aus München werden neben den Ausstattungen der Brüder Asam z.B. das seinerzeit bei Rubens in Antwerpen in Auftrag gegebene Hochaltar- bild des Doms, die Apokalyptische Frau, zu schätzen wissen. Die Aula der alten bischöflichen Hochschule glänzt mit einem Deckenbild von Georg Asam. Zwischen 1709 und 1739 haben Mitglieder der Familie Asam, Georg und seine Söhne Cosmas Damian und Egid Quirin, in Freising gewirkt. Der Asamsaal im ehemaligen Lyzeum, der sog. Dekanatssaal in Weihenstephan sowie die Maximiliankapelle an der Freisinger Domkrypta sind bedeutende Werke des Vaters Georg, der zuvor in Benediktbeuern und Tegernsee tätig war. Als Schüler und Mitarbeiter des Vaters wuchsen die Söhne Cosmas Damian und Egid Quirin in die Berufe des Freskanten und Stukkators hinein und halfen ihrem Vater auch bei den Freisinger Arbeiten. Jahre später schufen sie die leider zerstörte Brunnenkapelle in Weihenstephan und anlässlich der Tausend-Jahr-Feier des Bistums 1724 das „barocke Festkleid“ für den Freisinger Dom. Die Ausstattung der Kathedrale des Bistums war ein hochangesehenes Prestige-Projekt, das den Ruf und Ruhm der Brüder Asam endgültig festigte und Vorbild für viele weitere Barockisierungen mittelalterlicher Kirchen in Bayern wurde. Im Anschluß an die im Mittelschiff fertige Restaurierung des Freisinger Domes (der dann wieder ohne Gerüst zu besichtigen ist) macht die Ausstellung den spannenden Weg vom Vertragsabschluß über die Entwürfe bis zum fertigen Fresko oder Stuckornament anschaulich. Mittelpunkt sind die originalen detailgenauen Vorzeichnungen zum Korbiniansleben aus der Graphischen Sammlung München. Ein Fresko wird Schritt für Schritt nachgestaltet, ebenso aufwendiger Stuckmarmor. Wer sich für dieses Thema interessiert, dem sei ebenfalls ein Besuch im Stadtmuseum Fürstenfeldbruck empfohlen – auch dort finden sich umfangreiche Nachbildungen und Tafeln über antike Fresken. Alte Werkzeuge und Materialen werden gezeigt, dazu originale Stuckteile aus dem Dom. Zusätzlich gibt es eine Reihe wichtiger Originale der beiden Brüder zu sehen, z. B. die virtuos geschnitzte Türe und eine überlebensgroße Figur des hl. Johann Nepomuk vom Asamhaus in der Sendlinger Straße in München oder die symbolreichen, aus Tittmoning geholten Altarbilder aus der zerstörten Freisinger Brunnenkapelle. Die insgesamt fünf Werke der Familie Asam in Freising werden in allen bekannten Abbildungen dokumentiert, so auch die verlorene Turmbemalung des Freisinger Domes oder die nur noch als Ruine vorhandene Brunnenkapelle. Die Ausstellung unterstreicht so, zusammen mit den Asamwerken vor Ort, die überragende Bedeutung dieser bayrischen Künstlerfamilie für die Kunst des Spätbarock am noch weniger bekannten Beispiel Freising. bis 3. Februar 2008 Führung 9.1., 14:00 Dr. Sylvia Hahn Maximilianskapelle und Johanneskapelle im Freisinger Dom – 30 Jahre Asam! Treffpunkt: Domvorhalle in Freising Führung 18.1., 14:00 Dr. Ulrike Götz Die Aula der alten bischöflichen Hochschule mit dem Deckenbild von Georg Asam Treffpunkt: Mariensäule in Freising |
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