Pressemeldungen Antiquitäten aus Bayerns Schatzkammern Königlich Bayerisches Geld – Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806 - 1918
[Antiquitäten München |antik-guide] Erste belegbare Nutzungen von Metallgeld datieren um 650 - 600 v. Chr., allerdings entsprechen Funde dieser Zeit noch nicht unserem heutigen Verständnis von Münzen, sondern bestanden aus Miniaturabbildungen von Tieren, auch unförmigen Klumpen aus Edelmetallen. Deutsches Münzrecht sah 1356 mit der ‚Goldenen Bulle’ das Recht eines jeden Kurfürsten zur eigenen Münzprägung vor, dementsprechend vielfältig geprägt stellte sich das Aussehen der Münzen ab diesem Zeitpunkt dar. Die Anlässe zur Prägung neuer Münzen waren unterschiedlichster Art und spiegeln Zeitgeschehen wider. So wurde vor 200 Jahren wurde das Kurfürstentum Bayern zum Königreich erhoben. Aus diesem Anlass zeigt die Staatliche Münzsammlung München in Zusammenarbeit mit der HVB Stiftung Geldscheinsammlung die Ausstellung "Königlich Bayerisches Geld" – Antiquitäten aus Bayerns Schatzkammern. Zu sehen sind alle in dieser Zeit ausgegebenen Münzen und Banknoten, dazu Münzschätze, Prägestempel, Fälschungen und vielerlei Dokumente rund ums Geld: Wertpapiere, Lotterielose, Stiche, Fotos, Postkarten, Preistafeln, Karikaturen, Bekanntmachungen und vieles andere. Diese Antiquitäten aus Bayern waren einmal wertvoll, wurden wertlos und gewinnen im Laufe der Zeit wieder an Wert ... Über diese Sonderausstellung hinaus ist die Staatliche Münzsammlung München eine der ältesten Spezialsammlungen von Münzen, Medaillen, Banknoten, Wertpapieren und geschnittenen Steinen in Europa. Die Bestände gehen zurück auf die Sammlungen Herzog Albrechts V. von Bayern (1550 - 1574), die Wittelsbacher haben sie seither ständig ausgebaut. Die bedeutendsten Erweiterungen waren die Vereinigung der Münchner mit den Pfälzer Sammlungen unter Kurfürst Karl Theodor (1777 - 1799) und die großartigen Erwerbungen König Ludwigs I., 1825 - 1848. Mit einem Bestand von etwa 300.000 Einzelobjekten gehört die Staatliche Münzsammlung zu den größten numismatischen Fachsammlungen der Welt. Ihre einmalige, über 20.000 Bände umfassende Bibliothek macht sie auch zu einer Stätte internationaler Forschung auf den Gebieten der Numismatik, der Wirtschaftsgeschichte und der Geschichte von der Antike bis zur Neuzeit. Eine der Aufgaben für die im Hause tätigen Wissenschaftler ist die Erfassung der lokalen bayerischen Bodenfunde an Münzen, von Schatzfunden bis hin zu Streufunden und Zufallsfunden. Die Ausstellungsräume im 1. Stock bieten einen Überblick über alle Epochen der Geldgeschichte. Schwerpunkte bilden das Münzwesen der Antike und die Kunstmedaillen seit der Renaissance. Das mittelalterliche und das neuzeitliche Münzwesen sind ebenso dokumentiert wie die Entwicklung des Papiergeldes von den Anfängen bis heute. Seltene geschnittene Steine aus den Hochkulturen Mesopotamiens, der griechisch-römischen Antike bis zu Renaissance und Barock geben der Schausammlung den Charakter einer Schatzkammer. Zur der Ausstellung ‘Königlich Bayerisches Geld‘ ist ein reich bebilderter Katalog zum Preis von 20 € erschienen.Bild-Info | Bayern, Doppeltaler 1839 | Porträt Ludwig I. Staatliche Münzsammlung Residenzstraße 1 | Eingang Kapellenhof 80333 München | Tel. 089 - 227 221 Geöffnet Di - So 10 - 17 Uhr |
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